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Diese Seite wurde am 02.10.2007 geändert.
Jenja und Christian in Russland und mehr Jenja und Christian
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Baikal - die Perle Sibiriens im Winter

aufgeschrieben von Christian Böttger

Ich bekomme Besuch von 8 Freunden aus Deutschland. Sie alle wollen einmal richtig Sibirien, einmal richtig Winter spüren. Gleich bei ihrer Ankunft auf dem Novosibirsker Flughafen erfahren sie, was -30°C bedeuten. Ersteinmal zeige ich ihnen Novosibirsk - das ist schnell gemacht, da hier kaum besonderes aufzufinden ist. Erst als wir in den Eisskulpturenpark gehen ist der Spass kaum zu bremsen. Hier gibt es richtig lange Eisrutschen die man sich auf Sitzkissen hinabstürzt - da bemerkt man gar nicht die Temperaturen von -25°C. Nachmittags fahren wir dann völlig erschöpft mit dem bequemen 'Intourist-Ikarus' nach Tomsk.

In Tomsk erwarten uns 3 geführte Tage durch die Stadt und den russischen Alltag von Jenja und ihren Kommilitoninnen Ksenia, Tanja, Natascha, Lena. Als besonderes Highlight besuchen wir die Krüger-Bierbrauerei in Tomsk - lecker war die Verkostung des ungefilterten Biers. Was natürlich nicht fehlte, waren die ständigen Kampanien (Essgelage) bei den Russen zu Hause. Eindrucksvolle Tage, für die vielen, die noch nie in Russland waren.

Es folgten nun ersteinmal 2 ruhige Tage - mit dem Zug fahren wir direkt aus Tomsk nach Irkutsk. Unserer Gruppe hat sich nun auch noch Jenja, Tanja und Natascha, sowie Torsten aus Novosibirsk angeschlossen. Viele kannten den Mythos 'Transsibirische Eisenbahn' und können sich nun etwas unter 'im-Zug-reisen' in Russland vorstellen. Da wir etwas im Platzkartij-Wagen verteilt waren, kommen wir gezwungenermaßen in Kontakt mit den anderen russischen Mitreisenden. In Irkutsk fahren wir gleich weiter mit einem Minibus zur 300 Kilometer entfernten Baikalinsel Olchon.

Da der Baikalsee mittlerweile richtig dick zugefroren ist, fahren wir mit dem Minibus auf der offiziellen Strasse über das Eis zur Insel. Auf Olchon haben wir bei Nikitas homestay (www.olkhon.info) in Chuzir für 5 Tage Quartier bezogen. Hier gibt es Vollpension in typischen russischen Holzhäusern - ein wirklich weiter zu empfehlende Herberge, mit sehr kommunikativen Betreibern, molliger Ofenwärme, sehr viele leckere Fischspeisen, Banja (russische Sauna) und guten Tipps für Ausflüge. Das Wetter ist erste Klasse: immer windstill und klar, sowie Temperaturen zwischen -20°C und -36°C. Zwei Ausflüge unternehmen wir mit russischen Geländewagen um an das entfernte Nordkap der Insel sowie an entlegene Aussichtspunkte auf den grossen Baikalsee zu gelangen. Mit Skier und zu Fuss über das Eis erkunden wir das kleine Meer und dessen Steilküste. Immer wieder beeindruckend sind die riesigen Eiszapfen durch die Brandung und riesige Eishöhlen.

Auf dem Rückweg besuchen wir für einen Tag Irkutsk und setzen uns wieder mit dem Zug Richtung Novosibirsk in Bewegung. Dort endet für Martin, Cornelia, Tobias, Claudia, Torsten (Schnubbelchen), Christian DÄ, Torsten, Sebastian und Steffen der Urlaub.


Flughafen Novosibirsk

glücklich und bei -30°C kommen die 8 Deutsche in Sibirien an

Vergnügen in Novosibirsk im Eispark

hier bekommt man richtig Fahrt drauf

bei mir in der Wohnung übernachten Tobi, Claudi und Sebastian - Ksenia und Jenja helfen beim Essen

wir besuchen russische Produktionsanlagen nahe Tomsk

Tanja und Lena

das rollende Material nahe Tomsk

auf dem Weg zur Datsche von Ksenia

das "Winterhaus" der Katze im Ofen

hungrig warten wir auf das Essen

Besuch der Tomsker Staatlichen Universität

Rundgang in der Tomsker Brauerrei

Verkostung von leckeren ungefilterten Bier

nach dem dritten Glass ..

Abendbrot bei mir in der Wohnung mit allen

im Zug von Tomsk nach Irkutsk haben wir 30 Stunden Zeit

Spiele, Spiele

oder aber auch einfach nur rausschauen

Iljanskaja - so manch einem wird es in Erinnerung bleiben

Jenja beim knappern typischer russische Zugernährung - Hühnchen

früh kommen wir in Irkutsk an (-29°C)

mit diesem koreanischen Kleinbus fahren wir mit 13 Leuten die restlichen 300 Kilometer zur Insel Olchon

grosse Teile der Strecke sind Steppe

in den Bergen gibt es richtig wenig Schnee, geschuldet den über 300 Sonnentagen

über das Eis auf der offiziellen Strasse geht es auf die Insel

keine Bäume und mitten in Sibirien

diese Steigung mussten wir den Kleinbus hochschieben

in Chuzir gibt es keinen Strom, und damit viel Holzfeuerung

Empfangsessen bei Nikitas homestay ist natürlich Omul

abends spielen wir bis der Stromgenerator ausgeschaltet wird

die Bucht von Chuzir mit dem Schamanenfelsen im Hintergrund

Christian DÄ testet sich beim Eislecken auf dem Baikal

Jenja im Eisbruch

in Ussuri laufen wir der Aussicht halber auf den Berg

Ussuri - hier wohnen 2 Familien

Blick entlang der östlichen Steilküste zum Nordkap der Insel

Mittagsstopp beim Autobastler

endlose Eiswüste Baikal

das Nordkapp, oder auch Kap Choboi

meterhohe Eiszapfen bilden sich an der Steilküste

beeindruckend

Eiszapfen satt..

selbst die Luftfeuchtigkeit bildet Artefakte an der Höhlendecke

Abendlicht auf dem Eis

in einer der wahnsinnig vielen Eishöhlen

mit dem UAZ geht es wieder die 30 Kilometer über das Eis zurück nach Chuzir

die Temperaturen zwischen -15°C und -35°C machen allen etwas zu schaffen

der Hund folgt uns mit - sehr zur Freude von Tanja

zu Fuss besuchen wir diese Insel - das geht schon ganz schön in die Knochen

eines dieser "üblichen" Baikalbilder

Eiszapfen an der Decke einer Höhle

Tanja ist hingerissen von dieser Eispracht

unser Quartier in Nikitas homestay - äußerst weiterzuempfehlen

alle haben sich etwas erschöpft im Speisesaal eingetroffen

da sieht man förmlich den Wind und die Kälte im Gesicht

Wasser direkt aus dem Baikal zu trinken ist ein Muss

und schon wieder eine Insel mit endlos vielen Eiszapfen

Tour mit dem Auto über die Insel zur Ostseite

Schnee- und Eisblumen

wunderbare Sicht aber schweinekalt

unsere drei russischem Mädels: Tanja, Natascha und Jenja

Blick Richtung anderes Ufer

richtig eingepackt lässt es sich auch ertragen

wunderbarer Fleck zum grillen

Jenja

überall muss man die Kamera hinhalten - die Natur hat sich angerichtet

Eis und Schnee in den Bäumen

unserer Weg

typisch ist der extrem wenige Schnee in Chuzir

Blick in den Ort

die Kirche von Chuzir

im Hafen von Chuzir

wir versuchen uns an einem wärmenden Feuer direkt auf dem Eis

immer wieder ist dieser Schamanenfelsen sichtbar

8 Zentimeter Eis nur aus Luftfeuchtigkeit

zurück in Irktusk besuchen wir eine Pizzeria

Torsten (ebenfalls Student in Novosibirsk), Steffen und Natascha

Kloster in Irktusk

auch ich war an der Angara, die hier aufgrund der Fließgeschwindigkeit und des Staumdammes nicht zufriert

4. November - das Übergangs-Wohnheimzimmer - gerade passig für mein Fahrrad und die restlichen 100 kg Übergepäck

Dampf

schick wiederhergestelltes Kloster

drinnen wird noch gebaut

Martin spielt Hexe Baba-Jaga

das Hexenhaus

fantastische Skulpturen aus Eis

es gibt noch viele alte Holzhäuser in Irkutsk

eine schöne Stadt mit über 400 Jahre auf dem Buckel

vom der Schlafstätte geht es mit dem Taxi eng zum Bahnhof

und schon wieder auf dem Bahnsteig von Iljanskaja

Martin und Cornelia vertreiben die Zeit

ebenso Torsten und Tobi mit Karten spielen